Illustration ZAS - MHKW - Natur
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Chronologie

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1980:   Nach dem Scheitern, für eine Deponie für Stadt und Landkreis Pirmasens einen Standort zu finden, beauftragten die genannten Gebietskörperschaften die Firma Saarberg Fernwärme GmbH mit einer Untersuchung zum Thema „Analyse einer Entsorgungsmöglichkeit der Süd- und Südwestpfalz durch Errichtung von Verbrennungsanlagen sowie Kosten-Nutzen-Analyse“. Das Land Rheinland-Pfalz trägt die Kosten des Gutachtens.
     
1981:   In dem vorgelegten Gutachten werden für einen Anlagenstandort Pirmasens drei Varianten für ein Einzugsgebiet untersucht:
Stadt und Landkreis Pirmasens, Landkreis Südliche Weinstraße, Stadt Landau
Stadt und Landkreis Pirmasens, Stadt Landau
Stadt und Landkreis Pirmasens
(Der Landkreis Pirmasens heißt seit 1997 Landkreis Südwestpfalz)
     
1982:   Grundsatzbeschlüsse in Stadt und Landkreis Pirmasens über den Bau eines Müllheizkraftwerkes (MHKW) in Pirmasens.
In der Folge werden 8 Gutachten zur Standortwahl und Standortabsicherung in Auftrag gegeben, die wegen ihrer überörtlichen Bedeutung vom Land bezahlt werden
(ca. 600.000,-- DM; ca. 306.775 €).
     
1983:   Das Land legt den ersten Entwurf für einen Abfallbeseitigungsplan vor. Er sieht eine gemeinsame Müllverbrennungsanlage für die Städte Pirmasens, Zweibrücken und Landau sowie die Landkreise Pirmasens und Südliche Weinstraße vor.
     
1985:   Durchführung eines raumplanerischen Verfahrens für die Errichtung eines MHKW in Pirmasens
     
1986:   Mit Zustimmung der beteiligten Gebietskörperschaften tritt die Landesverordnung über den Abfallbeseitigungsplan-Teilplan Hausmüll und hausmüllähnliche Abfälle- (Regierungsbezirk Rheinhessen-Pfalz) vom 28.08.1986 in Kraft. Darin ist die Errichtung eines MHKW in Pirmasens für Abfälle aus den Landkreisen Germersheim, Pirmasens und Südliche Weinstraße sowie den Städten Landau, Pirmasens und Zweibrücken vorgeschrieben.
     
1987:  

Nach entsprechenden Beschlüssen in den beteiligten Gebietskörperschaften wird der Zweckverband Abfallverwertung Südwestpfalz Logo des ZAS von der Bezirksregierung Rheinhessen-Pfalz am 06.07.1987 errichtet. Er hat im Wesentlichen die Aufgabe, anstelle der für die Abfallentsorgung zuständigen zweckverbandsangehörigen Gebietskörperschaften (das sind die im oben erwähnten Abfallbeseitigungsplan genannten Städte und Landkreise), die nicht vermeidbaren und nicht verwertbaren Abfälle (Restmüll) unter Abwärmenutzung im MHKW Pirmasens zu behandeln. Die danach verbleibenden Reste sind zu verwerten, die nicht verwertbaren zu deponieren.

Der Zweckverband wählt den Oberbürgermeister der Stadt Pirmasens, Karl Rheinwalt, zum Verbandsvorsteher und den Landrat des Landkreises Pirmasens, Hans Jörg Duppré zum stellvertretenden Verbandsvorsteher. Regierungsdirektor Norbert Schnauber und Direktor Dieter Wagner werden als Geschäftsführer bestellt.

     
1988:  

Der Logo des ZAS vergibt den Auftrag zur Erbringung der Ingenieurleistungen für die Planung des MHKW an die Planungsgemeinschaft MHKW Pirmasens, bestehend aus der Ingenieursozietät Abfall Professor Tabasaran und Partner sowie dem Ingenieurbüro für Verfahrenstechnik Dr. Born - Dr. Ermel GmbH.

Der Logo des ZAS beschließt die „Festlegung des Konzepts für das MHKW". Ziel ist der Vorrang des Umweltschutzes, Verwertung der Abfälle, Schonung von Deponieraum, energetische Nutzung der anfallenden Restmüllmengen und umweltverträgliche Lagerung der Rückstände.
Alle technischen Anlageteile sind jeweils nach dem Stand der Technik auszuführen. Auslegungsmenge: 264.000 t/a.

Vergabe eines Gutachtens zur Straßenanbindung an das Büro Nasal sowie von Bodenuntersuchungen.

Öffentlicher Teilnahmewettbewerb im Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften für eine beschränkte Ausschreibung nach der VOL/A für das MHKW.

     
1989:  

Ausschreibung von 3 Losen nach der VOL/A:

I) Vorbehandlung, Bunker, Feuerung, Kessel

II) Abgasreinigung, Flugaschewäsche, Rückstandsaufbereitung

III) Energieteil

Vergabe der Sicherheitsanalyse für das MHKW an den TÜV Pfalz e.V.

     
1990:  

Abfallhearing in Annweiler am 12.03.1990 zu den Themen:

  • Abfallvermeidung, -verwertung, Kompostierung
  • Restmüllverbrennung mit Rauchgasreinigung und Verwertung bzw. Entsorgung der Reste
  • Umweltauswirkungen der Abfallverbrennung
  • Kosten und Wirtschaftlichkeit des integrierten Abfallentsorgungskonzeptes

Vergabe der Ingenieurleistungen für den landespflegerischen Begleitplan an das Büro Schmitt, Annweiler

Auftragserteilung am 22.05.1990 für die Lose 1 und II an Von Roll GmbH und das Los III an ML Entsorgungs- und Energieanlagen GmbH, die als Bestbieter aus dem Wettbewerb hervorgegangen sind.
Für die Leistungserbringung sind 2 Stufen festgelegt, nämlich

1. Stufe: Planungsleistungen, insbesondere für das Planfeststellungsverfahren
2. Stufe: Lieferung der Anlagenteile nach erfolgreichem Abschluss des Planfeststellungsverfahrens nach entsprechender Aufforderung durch den Logo des ZAS.

Weiterhin werden vergeben:

  • Untersuchung der Vorbelastung des Bodens
  • Grundlagenermittlung zur Dedioxinierung und Entstickung
  • Erstellung einer Umweltverträglichkeitsuntersuchung durch den TÜV Pfalz e.V.
  • Systementscheid der Anlagen zur Dedixionierung und Entstickung am 24.09.1990
  • Erstellung einer Immissionsprognose durch den TÜV Pfalz e.V.
     
1991:  

Am 27.03.1991 wird der Planfeststellungsantrag bei der Bezirksregierung Rheinhessen-Pfalz eingereicht.

Offenlegung der Planfeststellungsunterlagen vom 22.11. bis 23.12.1991

     
1992:   Im Juni findet der Erörterungstermin an insgesamt 10 Verhandlungstagen statt. Der Fa. Von Roll GmbH wird als Bestbieter der Auftrag zur Errichtung der Rauchgasreinigungsanlage zur Elimination von Stickoxiden, Dioxinen, Furanen und Schwermetallen erteilt.
     
1993:  

Im Juni tritt die Landesverordnung über den Abfallentsorgungsplan des Landes Rheinland-Pfalz, Teilplan: Kommunale Abfallwirtschaft vom 03.05.1993 in Kraft. Die das MHKW betreffenden verbindlichen Festsetzungen des Abfallbeseitigungsplans von 1986 werden im Wesentlichen übernommen.

Mit Planfeststellungsbeschluss vom 16.08.1993 wird der Plan für die Errichtung und den Betrieb des MHKW in Pirmasens mit 3 Verfahrenslinien festgestellt. Die Durchsatzmenge aus dem Einzugsbereich des Logo des ZAS wird auf 236.000 t/a begrenzt. Die sofortige Vollziehung wird im öffentlichen Interesse angeordnet.

Mit dem Beschluss wurde festgestellt, dass die beantragte Anlage den heutigen umweltrechtlichen Anforderungen, insbesondere nach dem Abfallrecht, dem Bundesimmissionsschutzgesetz und den dazu ergangenen Verordnungen – (17.BImSchV) zu erwähnen ist insbesondere die l7. Verordnung zum Bundesimmissionsschutzgesetz- sowie den sonstigen einschlägigen Rechtsvorschriften entspricht.

Beim Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz werden 5 Anfechtungsklagen erhoben und 2 Anträge auf Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung der Klagen gestellt.

Seit dem Tod des Verbandsvorstehers Karl Rheinwalt im Oktober 1993 leitet der stellvertretende Verbandsvorsteher, Landrat Hans Jörg Duppré, den Zweckverband.

     
1994:  

Mit Beschlüssen vom 18.03.1994 lehnt das Oberverwaltungsgericht die Anträge im vorläufigen Rechtsschutz im Wesentlichen ab.

Entsprechend verfährt das Gericht in der Folgezeit bis 25.09.1995 mit weiteren, drei Anträgen im Rahmen des vorläufigen Rechtsschutzes.

Die Zweckverbandsversammlung vom 21.06.1994 beschließt, angesichts der seit dem Planungszeitpunkt deutlich reduzierten Restmüllmengen aus dem Entsorgungsgebiet
lediglich 2 der 3 planfestgestellten Verfahrenslinien zu realisieren.

Am 13.12.1994 wird der Oberbürgermeister der Stadt Pirmasens, Dr. Robert Schelp, zum Verbandsvorsteher und Landrat Hans Jörg Duppré zum stellvertretenden Verbandsvorsteher gewählt.

     
1995:  

Mit Bescheid vom 04.05.1995 genehmigt die Bezirksregierung Rheinhessen-Pfalz die Tekturplanung zur Reduzierung des MHKW auf 2 Verfahrenslinien.

Die Zweckverbandsversammlung beschließt am 28.03.1995 eine Ausschreibung, in der für das MHKW mit 2 Verfahrenslinien ein privater Dritter als Bauherr und Betreiber sowie zur Finanzierung der Anlage ermittelt werden soll.

Nach europaweitem Teilnahmewettbewerb werden 8 Firmen zur Angebotsabgabe bis 15.09.1995 aufgefordert. 6 Unternehmen legen Haupt- und Nebenangebote vor.

Nach technischer und wirtschaftlicher Prüfung der Angebote beschließt die Verbandsversammlung am 14.12.1995 die Vergabe des Auftrags an die SOTEC GmbH (Saarberg Oekotechnik GmbH) Saarbrücken, seit 31.03.2008 firmiert die SOTEC GmbH als E.ON Energy from Waste Saarbrücken GmbH, seit 01.07.2013 firmiert unser Betriebsführer als EEW Energy from Waste Saarbrücken GmbH, Dudweilerstr. 41, 66111 Saarbrücken.

 

 

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...Ansicht von Norden
Ansicht von Norden

...Längsschnitt durch das MHKW Pirmasens
Längsschnitt durch das MHKW Pirmasens

Quelle: Sonderdruck aus: Beratende Ingenieure Heft 11/12 2000 Springer-VDI-Verlag, „Müllheizkraftwerk in Rekordbauzeit“


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Logo: MHKW; Link zur EEW Energy from Waste Saarbrücken GmbH
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